Krankschreibung und Arbeitnehmervergütung – alles, was man wissen sollte
Eine Krankschreibung ist eine Situation, der jeder Arbeitnehmer im Laufe seiner beruflichen Karriere begegnen kann. Sie kann durch Krankheit, Unfall oder andere gesundheitliche Probleme entstehen, die die Arbeitsfähigkeit verhindern. Viele Menschen sind jedoch unsicher, wie es mit der Vergütung während einer Krankschreibung aussieht. Hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Gehalt während der Krankheit? Welche Regeln gelten hier? Die Antworten finden Sie in diesem Artikel.
- Was ist eine Krankschreibung?
Eine Krankschreibung, auch bekannt als Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (L4), ist ein ärztliches Dokument, das bestätigt, dass der Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit oder gesundheitlichen Problemen für einen bestimmten Zeitraum nicht arbeiten kann. Die Krankschreibung gilt sowohl für Arbeitnehmer mit Arbeitsvertrag als auch für Personen mit Werk- oder Dienstverträgen, wobei hier die Regelungen unterschiedlich sein können. - Vergütung während der Krankschreibung – welche Ansprüche hat der Arbeitnehmer?
Die Vergütung während der Krankschreibung ist grundsätzlich durch das Arbeitsrecht geregelt. Je nach Dauer der Krankschreibung und Beschäftigungsdauer hat der Arbeitnehmer Anspruch auf unterschiedliche Leistungen.
a) Die ersten 33 Krankheitstage – Krankengeld vom Arbeitgeber
In den ersten 33 Tagen der Arbeitsunfähigkeit (für Arbeitnehmer, die weniger als 10 Jahre im Betrieb tätig sind; bei einer Betriebszugehörigkeit über 10 Jahre sind es 14 Tage) erhält der Arbeitnehmer das sogenannte Krankengeld. Dieses wird vom Arbeitgeber in Höhe von 80 % des Grundgehalts gezahlt. Bei Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen kann das Krankengeld bis zu 100 % des Gehalts betragen.
b) Nach 33 Krankheitstagen – Krankengeld von der Sozialversicherung (ZUS)
Nach Ablauf der 33 Tage hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Krankengeld, das von der Sozialversicherung (ZUS) ausgezahlt wird. Dieses beträgt 80 % der Berechnungsgrundlage (in der Regel das durchschnittliche Gehalt der letzten 12 Monate). Wie beim Krankengeld vom Arbeitgeber beträgt die Leistung bei Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen 100 % der Grundlage.
c) Krankengeld und zusätzliche Gehaltsbestandteile
Zum Krankengeld werden feste Gehaltsbestandteile gerechnet, wie Grundgehalt, Prämien, Zulagen oder andere regelmäßige Leistungen. Unregelmäßige Bestandteile, wie Einmalboni oder Provisionen, werden nicht in die Berechnungsgrundlage einbezogen. Dies sollte bei längeren Krankschreibungen beachtet werden.
- Wann kann der Arbeitgeber die Zahlung des Krankengeldes verweigern?
Der Arbeitgeber ist zur Zahlung verpflichtet, sofern der Arbeitnehmer eine Krankschreibung vorlegt, die die Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Es gibt jedoch Situationen, in denen die Zahlung verweigert werden kann:
• Fehlende ärztliche Bescheinigung – wenn der Arbeitnehmer die Krankschreibung nicht fristgerecht (innerhalb von 7 Tagen nach Ausstellung) vorlegt.
• Nichtanerkennung der Krankheit – wenn der Arbeitgeber die Krankheit anzweifelt oder vermutet, dass die Krankschreibung missbräuchlich ausgestellt wurde.
• Beschäftigung kürzer als 30 Tage – hat der Arbeitnehmer weniger als einen Monat im Unternehmen gearbeitet, besteht kein Anspruch auf Krankengeld. Nach Ablauf eines vollen Monats ist die Zahlung jedoch verpflichtend. - Welche Pflichten hat der Arbeitnehmer während der Krankschreibung?
Der Arbeitnehmer muss nicht nur die Krankschreibung beim Arbeitgeber einreichen, sondern auch bestimmte Verhaltensregeln einhalten. Während der Krankschreibung darf keine Erwerbstätigkeit ausgeübt werden, da die Arbeitsunfähigkeit auf einer Krankheit basiert. Zudem darf der Arbeitnehmer ohne ärztliche Zustimmung keinen Urlaub oder Reisen antreten. - Krankengeld und Urlaub
Wenn ein Arbeitnehmer während des Urlaubs krankgeschrieben wird, kann der Urlaub unterbrochen werden. Nach Vorlage der Krankschreibung kann der Arbeitnehmer Krankengeld erhalten, und der Resturlaub wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. - Krankschreibung in Pandemiesituationen
In Pandemiesituationen wie COVID-19 können sich die Regelungen zum Krankengeld ändern. Die Regierung erlässt zusätzliche Bestimmungen, die zum Beispiel Krankengeld bei Quarantäne oder Kinderbetreuung ermöglichen.
Zusammenfassung
Eine Krankschreibung kann jeden Arbeitnehmer betreffen. Es ist wichtig zu wissen, dass das Arbeitsrecht die Bedingungen für Krankengeld und Krankengeldzahlungen regelt. Je nach Krankheitsdauer und Beschäftigungsdauer hat der Arbeitnehmer Anspruch auf unterschiedliche Vergütungen. Es ist entscheidend, dem Arbeitgeber eine gültige Krankschreibung vorzulegen und die Pflichten während der Krankschreibung einzuhalten, um Probleme bei der Auszahlung der Leistungen zu vermeiden.
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